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Jagd

MAGYAR VIZSLA IN DER JAGDPRAXIS

Für einen guten Jäger ist ein fermer Jagdhund unentbehrlich.

Suchjagd

Der MV hat auf der Feld,- Wasser- und Waldjagd wichtige Aufgaben zu erfüllen. Seine Arbeit bei der Feldjagd (Niederwild) besteht aus zwei Teilen und zwar die Arbeit vor und nach dem Schuss.


Beides ist wichtig um eine erfolgreiche Jagd durchführen zu können. Bei der Suchjagd (Buschieren) im Feld muss der MV vor dem Jäger selbständig, leidenschaftlich in temperamentvollem, eleganten Suchenstil, dem Gelände angepasst, mit hoher Nase Wild finden - nachziehen und ein figuratives, festes - sicheres Vorstehen zeigen.
Bei Hochwerden des Flugwildes oder aufspringen von Haarwild muss der MV stehen oder liegen bleiben. Auf Befehl hat der MV das erlegte Federwild lebend zu bringen, das Haarwild abgetan. Wenn das Wild angeschweißt ist, hat er der Spur zu folgen.

Der MV hat bei der Wildrettung eine wichtige Aufgabe zu erfüllen, d.h. dass mit dem MV vor dem Mähen - Ernte von Klee, Luzerne und Gras das Feld abzusuchen (abgescheucht) ist, damit möglichst kein Wild verletzt wird, im Feld nicht brütet und rechtzeitig wegzieht, wenn gemäht wird.

Jagd auf Wasserwild

Die Jagd auf Wasserwild kann ohne einen guten Hund nicht erfolgreich sein. Eine angeschweißte Wildente oder Wildgans flüchtet in die Deckung (Schilf) um sich dort zu drücken. Der MV hat der Spur im Wasser, im dichten Schilf und am Ufer zu folgen und die Wildente oder Wildgans so lange treiben, bis der Jäger das Wild erlegen kann. Sehr wichtig ist dabei, dass der MV mit Handzeichen, Rufen oder mit Hilfe der Pfeife lenkbar ist.

Auf der Pirsch

Auf der Pirsch, bei der Hochwildjagd verhält sich der MV ruhig und still und passt sich der Art der Pirschjagd an. Das stabile Nervensystem, erlaubt auch ein langes Ablegen. Der MV hat das angeschweißte Schalenwild (Hirsch, Wildschwein) nachzusuchen und zu stellen (halten).

Bei Leistungsprüfungen wie Vollgebrauchsprüfung (VGP) hat der MV eine Riemenarbeit „künstliche Rotfährte“ auch noch nach einer „Stehzeit“ von mehr als 20 Stunden zu leisten.

Vorteile des Magyar Vizsla

Der grosse Vorteil des MV der ihn von anderen Vorstehhunden unterscheidet, ist seine Intelligenz, kombinatives Denken, gutes Erinnerungsvermögen, Situationserkennung und Kontakt halten in speziellen Situationen. Der MV ist daher leicht abführbar und grundsätzlich kontaktfreudig zu seinem Führer. Empfindlich ist der MV gegenüber Starkzwang, grober Behandlung und gebrüllten Kommandos. Daher kann auch ein „Amateurjäger“ einen MV zu einem erfolgreichen und fermen Jagdhund ausbilden.

Bei allen üblichen Jagdarten in unseren heimischen Jagdgebieten ist der beste Jagdhund der Magyar Vizsla.

Bei der Falknerei ist der Magyar Vizsla ein beliebter Jagdhund.

Sein bedingungsloser Anschluss an seinen Herrn, seine feine Nase, die raumgreifende Suche, die Wesens- stärke, sowie sein sicheres und festes Vorstehen machen den Magyar Vizsla zum idealen Partner bei der Beizjagd.

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